Sie suchen nach einer Möglichkeit, Ihre Schülerinnen und Schüler oder Seminarteilnehmer:innen aktiv einzubeziehen und bereits vermittelte Inhalte auf spielerische Weise zu wiederholen? Dann sollten Sie unbedingt die „Wimmelkarten“ ausprobieren. In diesem Blogbeitrag werde ich Ihnen zeigen, warum ich diese Methode liebe und wie Sie sie in fast jedem Fachgebiet und auf unterschiedlichen sprachlichen Niveaus einsetzen können.

Wimmelkarten sind aus meinem Unterricht nicht mehr wegzudenken. Auch in Seminaren & Workshops im Bereich Fortbildung & Erwachsenenbildung habe ich die Karten bereits erfolgreich eingesetzt. 

Warum liebe ich diese Methode?

Im Seminar & im Unterricht: 

  • Bewegung der Teilnehmenden: Die Bewegung im Raum lockert den Unterricht / das Seminar auf und sorgt für eine aktive Lernatmosphäre. Die Wimmelkarten eignen sich deshalb auch besonders zur Auflockerung zwischen zwei Phasen. 
  • Kontakt und Austausch: Die Karten fördern den Kontakt zwischen den Lernenden und ermöglichen kurze Gespräche, die das Lernen erleichtern.
  • Unabhängige Durchführung: Als Lehrkraft / Seminarleitung bin ich entlastet! Die Methode erfordert nur eine kurze Einführung, dann arbeiten die Teilnehmenden unabhängig. 

Im Unterricht im Schüler:innen:

  • Spielerisch Sprache lernen: Durch das laute Lesen der Fragen einerseits, das aktive Zuhören und das selbstständige Korrigieren üben die Schüler:innen unbemerkt die Unterrichtssprache und gewisse Satzbaumuster prägen sich ein. 
  • Selbstständige Korrektur unterstützt selbstorganisiertes Lernen: Die Schüler:innen müssen sich gegenseitig gut zuhören und sich ggfls. korrigieren. So ist der Lernzuwachs auf beiden Seiten maximiert. 
  • Selbstständige Nutzung von Operatoren: Operatoren, die im Unterricht wichtig sind, können auf natürliche Weise in die Aktivitäten mit den Karten integriert werden.

Meine Tipps für den Einsatz im sprachsensiblen Unterricht / Fremdsprachenunterricht:

  • Gezieltes Üben der sprachlichen Strukturen: Geben Sie den Teilnehmenden die Anweisung, die gestellten Fragen dem Partner vorzulesen und die Fragesätze in ihre Antworten einzubauen. Dadurch können sie sprachliche Strukturen üben und anwenden.
  • Machen Sie ein Spiel daraus: Belohnen Sie diejenigen, die die gestellten Fragen korrekt beantworten, indem sie die Karten behalten dürfen und so Punkte sammeln können. Stellen Sie sicher, dass genügend Karten verfügbar sind, damit die Schüler:innen neue Karten erhalten können und kein Schüler:in ganz ohne Karten bleibt. Am Ende werden die Karten gezählt; der/diejenige mit den meisten Karten hat gewonnen! 
  • Verwendung der Unterrichtssprache: Stellen Sie sicher, dass die Unterrichtssprache (z.B. Deutsch) während des Spiels verwendet wird. Implementieren Sie möglicherweise eine kleine Strafe für Verstöße, um die Teilnehmenden zur Verwendung der richtigen Sprache zu motivieren, beispielsweise durch den Abzug von Punkten.

Wie funktioniert die Methode?

Laden Sie sich hier die Impulskarte mit Erklärung und Beispielen runter.

Fazit
Die Methode der Wimmelkarten ist eine effektive Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler oder Seminarteilnehmer:innen zu aktivieren und Inhalte spielerisch zu wiederholen. Probieren Sie diese Methode aus, um Ihren Unterricht aufzufrischen und das Lernen noch spannender zu gestalten.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Ihnen 

Lisa Graf 

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